Über Nasca Richtung Cusco

Zelten am Meer Gar nicht so ePazifikbrandunginfach am Meer irgendwo einen geeigneten Schlafplatz zu finden und das auch noch bei Dunkelheit. Überall wo nur irgendwas angebaut werden kann sind Felder und Bewässerungsanlagen bis in umittelbare Nähe der Küste. Wir haben dann doch noch hinter ein paar Dünen einen halbwegs geschützen Platz gefunden.

Die gewaltige Brandung des Pazifik und wie diese an "unserer" Düne nagte, liesen uns am nächsten Morgen zweifeln, ob der Platz wirklich so sicher war. Jedenfalls nicht "Zunamisicher".

Die Panamerialternatives Wohnhaus - nicht das schlechteste was wir sahencana an der Küste entlang ist sehr gut ausgebaut und auch recht abwechslungsreich. Die vielen Mahnmal mit toller AussichtKreuze am Straßenrand zeigen aber auch, dass diese nicht ohne Gefahren ist Die Phantasie, mit der solche Gedenkstellen errichtet werden kennt oft keine Grenzen.

Alte, nicht mehr seetüchtige Fischerkähne werden hier nicht etwa abgewrackt, sondern haben häufig ein "zweites Leben" als Einfamilienhaus. Sicher mit unseren Standards nicht vergleichbar, aber wir sollten auf unserer weiteren Reise noch Behausungen sehen mit deutlich weniger Komfort.

Nazca, deutlich vom Tourismus geprägt, bietet da ein ganz anderes Bild. Die sonst typischen Dreiräder, genutzt als Taxis und Familienautos, fehlen hier völlig. Viele Autos, reges Leben in der ganzen Stadt, der zentrale Platz komplett mir Marmor ausgelegt und überall Restaurants, Läden und Markttreiben.
Luxuszeltplatz nur für unsNascalinien
Selbst unser Zeltplatz auf der Wiese einer kleinen Hotelanlage ist vom Luxus geprägt. Eine Wiese nur für uns - Golfrasenqualität, Swimingpool, Gartenrestaurant und ordentliche Sanitäranlagen.

Die berühmten Nazca-Linien schaut man sich am besten aus der Luft. Rundflüge werden reichlich angeboten. Wir haben darauf verzichtet und bestiegen einen Aussichtsturm. Einige Bilder konnten wir auch von da erkennen, aber einen umfassenden Überblick erhält man nur aus der Luft.

Nächste Station auf dem Weg nach Norden die kleine Oasa von Huacachina unweit der gößeren Stadt Ica. Die Oase liegt inmitten riesiger Sanddünen, die wohl irgendwann auch diesen kleinen See verschlingen werden, wie auch den benachbarten, der schon fast völlig zugeschüttet ist.Oase von Huacachina

Alternative? Tauschen?Huacachina lebt wohl nur von Touristen. Der schmale Streifen zwischen See und Wüste ist dicht bebaut mit Hotels, Restaurants und Häusern mit Läden und Anbietern von Wüstentouren mit den allgegenwärtigen Buggys. Um den See führt eine Promenade und sogar ein kleiner Badestrand ist vorhanden. Wir beschließen den Tag mit einem guten Essen in einm Restaurant mit Blick auf den See. Der junge Besitzer erklärt uns die Besonderheiten des peruanischen Pisco und insbesondere die Vorzüge seines Selbstgebrannten.

Einen Ausflug mit einem der Wüstenbuggys, angetrieben von alten Sechszylindern, konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so begaben wir uns am nächsten Morgen in die Hände eines Wüstenpiloten. Deinzelner Radfahrer bei weit über 3000mie halsbrecherische Tour durch tiefen Sand über Sprunghügel, steile Hänge hinauf und auch gleich wieder hinab ist nichts für schwache Nerven, aber trotzdem ein toller Spaß. ZwischeBaustelle - Vollsperrungndurch durften wir uns auf den mitgebrachten Snowborts probieren. Trotz Stürzen ging das besser als gedacht. Nur kommt man nicht allzuweit. Der feine aber scharfkantige Sand macht das Board nach einigen Metern stumpf so dass man ständig wieder wachsen muss.

In der Nähe von Pisco wenden wir uns nach Osten, in Rechtung Cusco hinauf in die Anden. Die nächsten 2 Wochen werden wir uns meistens auf deutlich über 3000m befinden. Anfangs ist die Straße gut ausgebaut und asphaltiert. Hier treffen wir, auf über 3000 m, auf einige Fahradfahrer. Zuerst ein einzelner Fahrer aus Frankreich und später auf 2 junge Paare aus der Nähe von Leipzig auf einer mehrmonatigen Reise durch Südamerika. Ende mit dem Asphalt

Bald zeigt sich, dass ein großer Teil der Strecke noch in Bau ist. Einige Abschnitte sind vollständig gesperrt und werden nur wenige Stunden je Tag für den Verkehr geöffnet. Die Peruaner nutzen solche langen Aufenthalte um Zelten auf der alten Strassedie neusten Nachrichten auszutauschen und mit allem was Sie dabei haben zu handeln. Auch an der Strecke wohnende Bauern nutzen die Gelgenheit an kleinen Ständen Essen und Getränke zu verkaufen. Von einer der Reisenden erhielten wir im Tausch gegen eine Roller Kekse einen Beutel Koka-Blätter. Sogleich wurden wir im richtigen Kauen der Blätter unterwiesen. Die Blätter haben eine leicht betäubende und aufputschende Wirkung.

Durch eine Baustelle die nur mitternachts 2 Stunden geöffnet wird, wurden wir gezwungen kleiner Bauernhofim Dunkeln eine Strecke über schmale sandige und teilweise schlammige Serpentinen zu fahren. Das wirkliche Gefahr durch die extrem Steilen Abhänge unmittelbar neben der schmalen Piste nahmen wir wegen der Dunkelheit garvolle Speisekammer nicht wahr. Nach dieser Baustelle wieder nagelneue Aspahlstraße. Ein günstige Übernachtungsplatz schwer zu finden, also die Zelte einfach auf einem toten Stück der alten Piste aufgebaut und erst mal geschlafen.

Nach dem Aufstehen besucht uns eine Frau und schenkt uns eine Beutel mit gerösteten Maiskörnern. Bei unserer Abfahrt machen wir bei der Familie der Frau noch einen Gegenbesuch. Wir können uns kaum vorstellen, das hier, in einem Raum, ohne Fenster, ohne Wasser und Erdrutsch und weg war die neue StrasseStrom und auch ohne Heizung (nachts wird es empfindlich kalt) eine 4-köpfige Familie wohnt. Die "Speisekammer" ist aber wohl gefüllt und der Inhalt begrüßt uns mit hungrigem Quitschen.
Gegenverkehr
So plötzlich wie die neue Straße begann, ist sie auch wieder zu Ende. Was jetzt folgt, ist der wohl gefährlichste Abschnitt der gesamten Reise.  Sandige, schmale Pisten ohne Begrenzung über endlose Serpentinen an steilen Gebirgsschluchten über Höhenunterschiede von weit mehr als 2000 m. Stürze im Sand bleiben nicht aus und die häufigen LKWs die urplötzlich hinter engen Kurven auftauchen und dabei meist die ganze Strassenbreite einnehmen, bringen uns mehmals in brenzliche Situationedie wohl gefährlichste Strecke der Reise - von hier aus ganz harmlosn. Aber ein Glücksschwein passte wohl immer auf uns auf.

Das erklärt dann auch, warum wir die asphaltierte Straße mit einem Kniefall begrüßten. 
Asphalt - Gott sei Dank!
Einen Platz zum Zelten fanden wir diesmal auf einer Lichtung in einem kleine Eukalyptuswald. Dem anwohnenden Bauer schien das nicht zu gefallen und schimpfte von weitem. Er traute sich aber wohl nicht zu uns herab und schickte uns statt dessen seinen Hund der auch befehlsgemäß unser Lager umkreiste und uns mit lautem Bellen einschüchterte. Eine schöne Wurst konnte ihn aber überzeugen die Fronten zu wechseln und die Nacht auf uns aufzupassen. Inzwischen hat wohl ein Nachbar den erzünten BaSiesta auf dem Dorfplatzuer mit einer Flasche Schnaps beruhigt, der nur noch ab und zu mit ersterbender Stimme vergeblich nach seinem Hund rief.  
Wohnhaus oder Stall?
Am nächsten Morgen bekommen wir dann noch Besuch durch den Nachbarn - die Neugier hat gesiegt. Der Hund ist wieder zurück zu seinem Herrchen, der in seinem Bretterhaus wohl seinen Rausch ausschläft.

In der Hocheben vor Cusco wird die Gegend waldreicher und der Boden fruchtbarer. Man sieht es auch an den Bauernhäusern, die Fenster haben, meist zweistöckig sind und die Wände aus Lehmziegeln oft auch verputzt sind. Erstaunlich die Unterschiede - unmittelbar neben Bauern, die Ihre Felder noch mit hölzernen Pflügen bestellen, machen andere die gleiche Arbeit mit modernen Tracktoren.Pflügen wie vor 3000 Jahren

Nächste Station - Urubamba, wo wir schon erwartet werden.

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