Tag 01 - 19.01.2017

Endlich geht es los…
 

1. Tag (19.1) Andenüberquerung  (Mendoza)

 
Am Anfang steht die quälende Durchfahrt durch Valparaiso bei steigender Temperatur (37°C). Danach immer Richtung Osten in die Anden. Die großartigen Naturbilder werden gekrönt durch das Panorama vom Pass Christo Redentor (über 3800m) und den Ausblick auf den 6950 m hohen Cerro Aconcagua mit seiner weißen Spitze.

Zuvor gilt es nur den Schotter und die endlosen, engen Kehren der Passstraße zu überwinden - sah aus der Luft deutlich einfacher aus. Erste Bewährungsprobe - nicht nur für Andreas, für den es auch nicht ohne Sturz abging. Wenn ich an meine erste Tour in der Mongolei denke, hat er es aber gut gemeistert. Spätestens jetzt ist Andreas glücklich vor der Reise ein straffes Geländefahrtraining absolviert zu haben, sonst wäre hier wohl schon Schluss gewesen. Die Piste des Passes auf der argentinischen Seite ist deutlich besser gepflegt so dass wir ohne weitere Zwischenfälle zur Grenzkontrolle auf der argentinischen Seite kommen.

Hier will man uns erst mal zurückschicken - irgendein Zettel mit bunten Stempeln von der Polizei fehlt. Hier hilft nur dumm stellen und verständnislos zu gucken… Und es klappt. Es findet sich ein freundlicher Beamter der uns hilft. Der muss hier was zu sagen haben, denn sein betont lässiges Outfit ohne jegliche Uniformteile kann man sich sicher nicht als einfacher "Soldat" leisten. Eifrig läuft er zwischen den einzelnen Schaltern hin und her und erläutert den etwas begriffsstutzigen Uniformierten, wie vorzugehen ist und irgendwie haben wir auch plötzlich jeder eine solchen Papierschnipsel mit den Kennzeichen des Motorrad und den Stempeln in der Hand.

Dass wir diese ein paar km weiter an der erste Polizeikontrolle an eine freundliche Polizistin wieder abgeben müssen, lässt uns nach dem Sinn fragen - so wie wir zu den Zetteln gekommen sind, dient der Ablauf wohl mehr der bürokratischen Disziplinierung.

Die Andentäler auf argentinische Seite führen reichlich, von rötlichem Schlamm gefärbtes Wasser. Davon hat Andreas nicht viel mitbekommen - Überleben war das Ziel.
 
Irgendwie haben wir wohl die richtige Abfahrt zu dem von Torsten gewählten Campingplatz verpasst. Bei unserer Suche stehen wir plötzlich vor einen Gebäudekomplex mitten in der Pampa, der nur ein Gefängnis sein kann. Als sich dann auch noch die Schranke öffnet, kratzen wir lieber die Kurve.

Dank Navi finden wir in der Nähe von Mendoza dann doch noch einen schönen Zeltplatz am See (Dique el Carrizal)  mit einer kleine Halbinsel nur für uns. Die ersten 460 km sind geschafft.

In der Nacht wird es kaum kühler - 2 Uhr immer noch 30°C.

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