Tag 06 - 24.01.2017

6. Tag (24.1) Benzin!!!!

 
Vor der Weiterfahrt steht die große Geduldsprobe an der Tankstelle - kommt der Tanklaster oder nicht.

7:15 Uhr stehen wir in der Warteschlange. Sollte sich als gute Idee erweisen, obwohl der Laster natürlich bis 8 Uhr nicht da war. Aber die Schlange wuchs bis zur Ankunft (gegen 13:00) auf weit über 500 m. Keine Ahnung, ob die am Ende noch was bekommen haben.

Die Zeit haben wir genutzt für Frühstück, Erfahrungsaustausch mit anderen Abenteurern, Motorrad repariert, Bericht schreiben und… Kanister kaufen. Seit dem fährt Torsten mit 25l Kanister und Hendrik mit 10l Kanister auf dem schon reichlichen "Gepäckberg" durch die Pampa. Bringt aber zusammen mit den schon vorhandenen kleinen Kanistern 48 l Reserve - für uns gut 200 km mehr Reichweite.

Peinlich: ich hätte mein Motorrad nur noch einmal anlassen müssen, dann wäre ich vor der Zapfsäule gestanden - Denkste! Tanke leer. Vor Schreck lege ich die Maschine publikumswirksam in den Staub. Ich bin begeistert von der spontanen Hilfsbereitschaft von allen Seiten. Kaum abgestiegen steht die Maschine schon wieder.

Angekommen in El Chalten, unserem heutigen Ziel unterhalb des beeindruckenden 3405 m hohen Fitz Roy, entschließen wir uns, noch die 37 km sehr holprige Piste bis zum Lago del Desierto auf uns zu nehmen, so dass wir an diesem Tag wenigsten auf 320 km kamen. Die Strecke geht an einem malerischen Gebirgsfluss entlang, mit Stromschnellen und einem sehr schönen Wasserfall neben der Straße. Der Wasserspiegel darf nicht steigen, sonst kommen wir morgen nicht zurück.

Am Ende der Strecke ist ein uriger Campingplatz mit ebenso urigem Chef. Von hier aus kommt man nur weiter zu Fuß oder mit kleinen Schiffen die hier anlegen.

Chef "vermarket" hier sein idyllisches Weideland in einem lichten Wald als Campingplatz - weidende Tiere zwischen den Zelten inbegriffen (2 Pferde) - und daneben das Fleisch seiner in der Landschaft verstreuten Rindviecher auf dem Grill. Zwei seiner Bullen zwangen uns unterwegs zum Stoppen, da diese eine Meinungsverschiedenheit mitten auf der Piste auszutragen hatten - völlig unbeeindruckt von uns.

Im Vorratsraum hängen zwei Kalbshälften für das nächste Assado - leider erst am nächsten Tag. Rindfleisch gab es trotzdem reichlich mit Bier und Wein.

Über dem Koppelzaun direkt neben unseren Zelten, hängen die Häute der Rinder, denen Chef zum Zwecke der Profitgewinnung das Fell über die Ohren gezogen hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es hingen wohl auch ein paar Touristenfelle dazwischen. Nach Begleichung der Rechnung hängen unsere dort jetzt auf jeden Fall.

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