Tag 12 - 30.01.2017

12. Tag Feuerland

 
Am nächsten Tag empfängt uns die Insel deutlich freundlicher - Sonnenschein mit Schäfchenwolken aber natürlich mit viel Wind.

Vor dem Frühstück Telefonate mit Deutschland - wir brauchen ein Winkelgetriebe!

Die Fahrt nach Ushuaia führt uns wieder nach Argentinien. Grenzkontrolle ist auf beiden Seiten recht schnell abgewickelt. Von einer wirklichen Kontrolle kann man wohl nicht reden, eher stoisches registrieren und stempeln - ein paar Automaten würden das bestimmt auch erledigen können.

Bei dem extremen Wind reicht unser Sprit gerade bis Rio Grande, auch die Kanister kommen wieder mal zum Einsatz.

Beeindruckt bin ich von den Radfahrern, die bei solchem Wind unterwegs sind. Hier z.B. Ross aus den USA, der seit 2 Jahren allein unterwegs ist, dessen abenteuerliches Gepäck mir besonders auffiel. Dienen die Eimer als Ballast, damit er nicht von der Straße geblasen wird oder ist das die beste Art Gepäck wasserdicht zu transportieren? Selbst der Fuchs am Wegesrand kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Auf der Fahrt nach Ushuaia zeigt die Insel  ihre wilde Schönheit, die wir so nicht erwartet haben: von Pampa-ähnlicher Landschaft ohne Baum und Strauch mit riesigen Weideflächen, ändert sich  das Bild zu baumbestandenen Blumenwiesen mit langsam mäandernden Flüssen, über bewaldete Hügellandschaften bis hin zu Bergen mit Hochgebirgscharakter, verschneiten Gipfeln und wilden, unregulierten Flüssen.

Vom Passo Garibaldi hat man einen tollen Ausblick auf die Strecke die hinter uns liegt. Die Temperatur sinkt auf 5° C. Als dann auch noch Regen einsetzt, der schon in Schnee übergeht , hat keiner von uns Lust ein Zelt aufzubauen - wir nehmen 2 kleine Ferienwohnungen mit abschließbarem Hof für die Motorräder. Auf letzterem hatte ich bestanden, muss aber zugeben, dass angesichts der starken Polizeipräsens, die Beteuerungen ("Straße ist hier sicher") der Hostelbetreiberin  wo wir zuerst nachfragten (ohne Hof) wohl zutreffend sind.

Ushuaia, Hafen- und Touristenstadt, ist auf der Landseite vollständig von malerischen Bergen eingeschlossen, die teilweise auch jetzt im Sommer weiße Kappen tragen. Damit haben wir die südlichste Stadt unserer Tour erreicht  - das müssen wir feiern, natürlich mit gutem argentinischen Wein, Fisch und  Kostproben von den Königskrabben.

Die gute Laune lassen wir uns auch nicht verderben, als zur Gewissheit wird, dass wir auch aus Deutschland kein Winkelgetriebe für den Kardan erhalten werden. Einzige Möglichkeit: Lieferung per Express-Luftfracht innerhalb 4 Tagen, aber ohne Garantie, dass es wirklich am Freitag bei uns ist und reinen Lieferkosten von 2500 € - kommt nicht in Frage. Torsten träumt vom Pickup fahren.

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