Tag 14 - 01.02.2017

14. Tag: Quer durch Feuerland

 
Bis Rio Grande geht es auf gleichem Weg über den Passo Garibaldi zurück. Unter Einsatz unserer kleinen Kanister (die großen haben wir in Puerto Natales zurückgelassen) schaffen wir es auch bis zur ersten Tankstelle.

Von hier aus ein paar km zurück, nehmen wir die Straße Nr 8 bzw. Routa B quer durch Feuerland auf die chilenische Seite.

Es gibt sie noch - die einsamen, endlosen Pisten durch malerisches Landschaft, ohne Autos und in einwandfreiem Zustand. Auf gut 200 km sind uns 8 einheimische Autos, 2 Fahrradfahrer und 2 Wanderer begegnet. Und das bei Sonnenschein mit Schäfchenwolken - traumhaft. Ein paar Regenschauer am Ende der Strecke konnten den Eindruck nicht trüben. Auf den Hauptrouten wird es aber nicht mehr lange dauern bis die letzten unbefestigten Abschnitte verschwunden sind. Der Ausbau geht zügig voran.

Anfangs baumloses Grasland (alles Weiden für Schafe, Rinder und Pferde) wird die Landschaft zunehmend hügelig und ist teilweise auch dicht bewaldet, immer wieder unterbrochen durch Bäche und Flüsse. Dazwischen, weit voneinander entfernt, einzelne Farmen. Neben Schafen, Rindern und Pferden überall Guanakos, die erschrocken von so viel Lärm, auch mal knapp vor dem Motorrad über die Straße springen.

Am Grenzübergang war man auf so viel Arbeit am späten Nachmittag gar nicht gefasst - laut Liste in die auch unsere Bikes eingetragen wurden, haben an diesem Tag vor uns 2 Fahrzeuge die Grenze passiert. Waren auf argentinischer Seite wenigsten 2 Beamte wach (bis auf die Zöllnerin), mussten wir auf der chilenischen Seite die komplette Mannschaft durch Klopfen aus ihren Bungalows holen. Die abrupte  Schlafunterbrechung stand Ihnen ins missmutige Gesicht geschrieben. Alle eingefunden im Büro, wickelten sie unsere erneute Einreise nach Chile aber schnell ab und waren schon wieder in ihren Hütten verschwunden, bevor wir noch den Schlagbaum passiert hatten (Selbstbedienung). Der Weg zwischen den beiden Grenzstationen führt über eine kleine Behelfsbrücke - Torsten ist enttäuscht, er hatte sich auf eine Wasserdurchfahrt gefreut (der Rest ist eher erleichtert).

Ein rostiger Eimerkettenbagger am Wegesrand zeugt von der Goldsuche Anfang des 20. Jh.

Bei der Pinguinkolonie kamen wir etwas zu spät an - Zugang bereits geschlossen.

Auch hier treffen wir, wie so oft, auf Abenteurer - Gitta allein mit Ihrem Hund, 6 Monate durch Südamerika per VW-Bus, den Tramper der seit 3 Jahren durch die Welt zieht und unterwegs immer wieder arbeitet um weiterzukommen. Im Moment begleitet von seiner Freundin, die er unterwegs kennengelernt hat.

Wir bauen die Zelte dort hinter einem Hügel auf, vermeintlich windgeschützt. Der nachts auffrischende Wind belehrt uns eines Besseren. Bei Hendrik bricht eine Zeltstange und ich muss raus mein Zelt zusätzlich abspannen.

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